Vernissage: „Ohne Applaus… Vom Übersetzen als stiller Kunst. Henryk Bereska 1926-2005“

Henryk Bereska war einer der profiliertesten Übersetzer und Vermittler polnischer Literatur in Deutschland und ein bemerkenswerter, , obwohl wenig bekannter Lyriker. Anlässlich seines 100. Geburtstags bereiten das Karl Dedecius Archiv und die Bibliothek des Collegium Polonicum eine Ausstellung, die sein Werk im literatur- und kulturhistorischen Kontext würdigt.

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Die Ausstellung „Ohne Applaus… Vom Übersetzen als stiller Kunst. Henryk Bereska 1926-2005“
wird am 17. Mai 2026 um 13:30 Uhr im Foyer vor dem großen Hörsaal im Collegium Polonicum eröffnet.

Auf neun großformatigen Tafeln werden in polnischer und deutscher Sprache die Lebensstationen und das mannigfaltige Tätigkeitsfeld des Übersetzers dargestellt. Die Grundlage der Präsentation bilden Dokumente und Fotografien aus dem Familienarchiv und dem Nachlass von Henryk Bereska, welches seit 2004 im Karl Dedecius Archiv am Collegium Polonicum aufbewahrt wird. Ein besonderer Fokus liegt auf den deutsch-polnischen Kulturbeziehungen sowie auf den politischen Rahmenbedingungen literarischer Vermittlungsarbeit in der DDR.

Bereskas Biographie kann exemplarisch für die Erfahrungen mitteleuropäischer Intellektueller im 20. Jahrhundert gelesen werden.  Seine Position als unabhängiger Akteur im literarischen Feld der DDR eröffnet zugleich Einblicke in Strategien kulturellen Arbeitens unter staatlichen Restriktionen. Darüber hinaus wird sein eigenes dichterisches Werk vorgestellt.

Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Neubewertung einer Vermittlerfigur, deren Wirken für die Rezeption polnischer Literatur in Deutschland von nachhaltiger Bedeutung war.

Die Präsentation ist zweisprachig (deutsch und polnisch), der Eintritt ist frei.

Alle Interessierten sind herzlich zur Vernissage am 17. Mail 2026 um 13:30 Uhr eingeladen!

Die Ausstellung kann ab dem 18. Mai 2026 zur Öffnungszeiten des Collegium Polonicum individuell besichtigt werden. Anfragen für kostenlose Führungen richten Sie bitte an: Karl Dedecius Archiv

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