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Stiftung Karl Dedecius Literaturarchiv

Workshop 2016

T.Rozewicz granat tlo ©©Adam Czernenko
Rozewicz_ksiazki_190 ©©Adam Czernenko
T.Rozewicz granat tlo ©©Adam Czernenko

Ein Deutsch-polnischer Workshop zum Thema „Literaturübersetzung im deutsch-polnischen Kulturdialog – T. Różewicz in der Übersetzung ins Deutsche“

Zeit: Dezember 2015 - Juni 2016
Partner: Stiftung für das Collegium Polonicum
Schirmherrschaft: Prof. Dr. Irena Lipowicz, Viadrina Preisträgerin

Teilnehmer:

Universität Lodz
A. Mickiewicz Universität in Posen
Katholische Universität Lublin
Nikolaus Kopernikus Universität in Thorn
Universität Potsdam
Humboldt Universität in Berlin
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
J. Gutenberg Universität – Germersheim
Aleksander Brueckner Zentrum in Halle
Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder)

Seit dem Beginn des Sommersemesters 2016 beschäftigen sich Studenten an mehreren Universitäten in Deutschland und Polen mit den Texten von Tadeusz Różewicz, der zu den wichtigsten polnischen Dichtern des 20. Jh. zählt, und mit seinen Übersetzungen ins Deutsche. Zur Auswertung ihrer Forschungsergebnisse werden die Vertreter der an dem Projekt beteiligten Universitäten zu einem Workshop nach Frankfurt (Oder) und Słubice eingeladen.

Der Workshop soll sich ganz bewusst vom normalen Studienalltag abheben. Insbesondere die StudentInnen sollen die Möglichkeit erhalten, an einem binationalen Workshop, zu dem sie extra Anreisen werden, teilnehmen zu dürfen. Im Workshop werden sie ihr bereits, während des Semesters erworbenes Expertenwissen mit TeilnehmerInnen anderer Universitäten austauschen und erweitern,  um so zu neuen Ergebnissen zu kommen. Weiterhin sollen die TeilnehmerInnen mit einem interkulturellen Rahmenprogramm ein Gespür für kulturelle und regionale Besonderheiten erhalten, vor allem während des vorgesehenen Schauspielseminars und der binationalen Stadtbesichtigung. Das Treffen und die Gespräche mit den Karl Dedecius PreisträgerInnen (in Fachkreisen ein sehr angesehener Preis für ÜbersetzerInnen der deutschen Literatur in die polnische und der polnischen Literatur in die deutsche Sprache) soll den zukünftigen ExpertInnen ihre besondere Rolle als VermittlerInnen und MediatorInnen zwischen Kulturen näher bringen und ihre interkulturelle Kompetenz erweitern. Ein weiteres Ziel dieses Projektes ist es, ein Experten-Netzwerk par excellence zwischen polnischen Germanisten und deutschen Polonisten zu schaffen, indem besonders begabte und engagierte StudentInnen der beteiligten Universitäten  für die Teilnahme an dem Workshop ausgewählt werden sowie auf fähigen und qualifizierten NachwuchswissenschaftlerInnen anderer Universitäten treffen.

Zukünftig könnte eine regelmäßig stattfindende Konferenz zum deutsch-polnischen Kulturdialog in Frankfurt/Oder zu einer festen Veranstaltung werden.

Vorbereitung auf den Workshop

Organisatorisches Treffen

Im Dezember 2015 wurden elf Dozenten von den teilnehmenden Universitäten nach Frankfurt (Oder) zu einem zweitägigen Treffen eingeladen. Das Treffen diente schon im Laufe des Semesters der Besprechung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten, wie auch der Planung der Workshop-Inhalte und seines Verlaufes.

Vorbereitungsseminar

An allen teilnehmenden Universitäten wird während des Semesters in einem Seminar das Thema „Literaturübersetzung im deutsch-polnischen Kulturdialog: T. Różewicz in der Übersetzung ins Deutsche“  bearbeitet. Die StudentInnen sollen sich mit dem Leben und dem Werk des Dichters auseinandersetzen. Das Curriculum des Seminars sieht folgende Inhalte vor:

das Leben des Dichters privat und politisch,
sein literarisches Werk,
Übersetzungen seiner Texte ins Deutsche - Vergleich verschiedener Übersetzungen,
Rezeption von Różewiczs Gedichten in Deutschland und im Ausland,
Korrespondenz des Dichters mit seinem Übersetzer.

Im Rahmen des Seminars werden ausgewählte Briefe von Różewicz an seinen Übersetzer Karl Dedecius aus dem Polnischen ins Deutsche übersetzt - bisher existieren noch keine Übersetzungen dieser Briefe. Für die Roh-Übersetzung wären die polnischen StudentInnen verantwortlich, für die Korrektur und die Endfassung wiederum die deutschen StudentInnen. Am Ende des Semesters sollen die übersetzten Briefe das Karl Dedecius Archiv ergänzen. Alle Übersetzungen sollten die Namen der beteiligten StudentInnen tragen.  

Den Höhepunkt des  Seminars  wird der Workshop an der Europa-Universität Viadrina bilden. Die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse sollen die TeilnehmerInnen mit an die jeweiligen Heimatuniversitäten nehmen und sie dort weiterentwickeln.

 

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