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Elektronische Dokumente der EUV - OPUS

Der "Grüne Weg" (Open Access Zweitveröffentlichung)

Der sog. Grüne Weg ist die Zweitveröffentlichung eines Artikels nach der Erstveröffentlichung in einer klassischen Verlagszeitschrift.

Die Zweitveröffentlichung ist dann uneingeschränkt möglich, wenn den Verlagen vertraglich kein ausschließliches, sondern ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt worden ist bzw. wenn die Autoren sich das Recht auf parallele Online-Veröffentlichung ausdrücklich vorbehalten haben.

Sofern die Autoren jedoch sämtliche Verwertungsrechte für ihre Artikel an die herausgebenden Verlage abgetreten haben, steht es ihnen nicht mehr frei, wann und in welcher Form sie die Artikel über das Internet zugänglich machen. Vielmehr bedarf es dann der Zustimmung der herausgebenden Verlage.

Die meisten Verlage haben deshalb Richtlinien veröffentlicht, in denen sie pauschal regeln, ob und wie Autoren ihre Werke online als Zweitveröffentlichung anbieten dürfen und welche Karenzzeit verstrichen sein muss. Orientierungshilfe zu den Regelungen der einzelnen Verlage oder Zeitschriften gibt das Projekt SHERPA mit der SHERPA/RoMEO-Liste. Deutsche Version: Was gestatten Verlage bei der Selbstarchivierung im Open Access?

In diesen Regelungen für die elektronische Zweitveröffentlichung wird zwischen Preprints (vor dem Review / Druck) und Postprints (nach dem Review / Druck) unterschieden. Mit Postprint ist oft auch der sog. "Final Draft" gemeint (Korrekturfahne des Verlags).

Entsprechend §38 des Urheberrechtsgesetzes darf der Urheber seine Publikation nach Ablauf eines Jahres seit Erscheinen anderweitig vervielfältigen und veröffentlichen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.

Die Richtlinien der Verlage sind leider oft nicht klar und konsistent formuliert. Gern unterstützen wir unsere Autoren beim Klären der Rechte. Bitte wenden Sie sich an uns. (Siehe auch  Autorenrechte)